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Tanzen macht intelligenter

Eigentlich sollte ich den folgenden Blogeintrag meiner Sitznachbarin im Bio-LK widmen, denn schließlich war sie spontan die erste, die mir eingefallen ist, als ich den neusten Blogeintrag von Jochen Mai „Tanzen macht intelligenter“ erblickt habe.

Jochen Mai berichtet in seinem Artikel über eine Langzeitstudie des Albert Einstein College of Medicine in New York.

„Die Forscher beobachteten 75-jährige Senioren. Dabei wollten sie herausfinden, ob und wie sich sowohl körperliche Aktivitäten (Tennis spielen, Golfen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen, Spazieren gehen, …) als auch kognitive Leistungen (Bücher lesen oder schreiben, Puzzeln, Karten- oder Instrumente spielen, …) auf ihre geistige Fitness auswirkten. Das Ergebnis war verblüffend. “

Laut dieser Studie wirkte sich keine der körperlichen Tätigkeiten auf die geistigen Fähigkeiten aus. Mit einer Ausnahme: Tanzen. Neben der Erkenntniss, dass sowohl regelmässiges Lesen das Demenzrisiko um 35% und das lösen von Kreuzworträtseln ebenfalls das Demenzrisiko erheblich senkten, gelangte man zu dem Schluss, dass durch das Tanzen das Risiko an Alzheimer zu erkranken um unvorstellbare 76% senkte.

Der Grund dafür liegt in der Ursache der Demenzerkrankung. „Demenz ist nichts anderes als der fortschreitende Verlust von Synapsenverbindungen.“ Im Falle einer Demenzerkrankung sind diese Verbindungen allerdings unterbrochen und dies macht das Denken beim fortschreiten der Krankheit nahezu unmöglich. „Je komplexer unser neuronales Netzwerk ist, je zahlreicher die alternativen Verbindungen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass wir den Zugang zu unserem Wissen verlieren. (…) Aus der Intelligenzforschung wiederum ist bekannt, dass es für die Denkstraßen essenziell ist, dass sie häufig befahren werden. Im Gegensatz zu Autobahnen nutzen sie sich mit zunehmendem Verkehr nicht ab oder verstopfen, sondern werden breiter und besser“

Die meisten Sportarten basieren auf bereits erlernten Bewegungsabläufen, anders ist es beim Tanzen (oder auch Schachspielen, wenn man davon ausgeht, dass Schach ein Sport ist…) hier ist man darauf angewiesen immer wieder neue Entscheidungen zu treffen und auf unterschiedliche Fälle zu reagieren.

Ebenso der unterschied zwischen „Führen“ und „Geführt werden“ erzielt einen positiven Effekt. Im Gegensatz zu vielen Erwartungen ist der/die Tanzpartner/in, der geführt wird nicht passiv sondern sehr aktiv der er/sie sich den Bewegungsabläufen seines Partners anpassen muss und dementsprechen reagieren.

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1 Kommentar zu “Tanzen macht intelligenter”

  1. Wieder was gelernt. Danke.
    grüße

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