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Universal Search – Fluch oder Segen?

Das Stimmengewirr rund um die Universal Search wird immer lauter. Neben dem SEOnauten, der eingefeedede Blogergebnisse in den SERPs entdeckt hat, sind Justin Ergebnisse der Google Groups in den SERPs aufgefallen.

Und auch andere Blogger berichten über die Universal Search. Darunter natürlich SISTRIX, Germancowboys, und weitere.

Was ist die Universal Search?

Schon länger bindet Google in die normalen Suchergebnisse Ergebnisse von anderen Google Diensten ein. Zum Beispiel die Google Maps (Beispiel), die News (Beispiel) oder Ergebnisse von Youtube (Beispiel).

Inzwischen bindet Google auch Ergebnisse der Blogsearch und aus den Groups ein.

Die Universal Search bedeutet, dass Google nicht mehr so wie früher 10 Suchergebnisse pro Seite geordnet auflistet und an der rechten Seite bzw. oben die AdWords-Werbeanzeigen. Sondern auf den jeweiligen Seiten Ergebnisse aus den jeweiligen Google Diensten einbindet.

Die Universal Search ist ein sehr gutes Beispiel für die programmiertechnische Leistung des Google Teams.

Google ist also durchaus in der Lage die Keywords systematisch zu ordnen und voneinander zu unterscheiden. Ein passendes Youtube Video oder ein Bild herauszusuchen, ist noch keine starke Leistung. Aber an Hand des Wachstums der Ergbnisse im Newsbereich zu bestimmten Keywords gerade aktuelle News zu erkennen und diese dann in den Hauptindex einzubinden, zeigt eindeutig die künstliche Intelligenz, die hinter dem Google Index stecken.

Ebenso erkennt Google auch die Namen von Städten und Ortschaften und bindet dazu passend Ergebnisse aus den Google Maps ein. Allerdings nicht immer mit Erfolg, wie ein Post von Jens aus dem August beweist.

Vor- und Nachteile der Universal Search

Die Vorteile der Universal Search habe ich ja gerade schon genannt, man bekommt ein viel größeres Informationsangebot mit weniger Aufwand.

Klassisch musste ich, wenn ich nach News suche, die Google Seite aufrufen und dann auf News klicken um dann dort das passende Key einzugeben. Nun bekomme ich die News gleich mitgeliefert, wenn Google diese für relevant genug hält um sie auf der Startseite einzubinden.

Diese Neuordnung der SERPs birgt aber auch Gefahren.

Darstellungsqualität der SERPs

Durch die vielen zusätzlichen Ergebnisse kommt es schnell zu einer Überflutung von Ergebnissen, darunter würde die Übersichtlichkeit von Googles Suchergebnissen stark leiden. Ebenso könnte es schnell zu einer Informationsüberflutung kommen.

Die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung

Sollte das Konzept der Universal Search komplett durchgezogen werden, würde das eine revolutionäre Änderung für die Suchmaschinenoptimierung bedeuten.

Früher bestanden die SERPS aus einer Art Linksammlung, Suchergebnisse von Webseiten die durch Optimierung besser oder schlechter gerankt wurden.

Zukünftig wird ein großer Teil von Googles eigenen Diensten die SERPs beherrschen. Um weiterhin in den SERPs präsent sein zu können bedeutet das, dass man in diesen Google Diensten präsent sein muss.

Wenn ich nun für einen Kunden etwas optimieren will, dann muss ich in den Google Maps präsent sein, um in den “lokalen Suchergebnisse” präsent zu sein. Oder ich muss ein Youtube Video hochladen und mich mit dem Youtube Algorithmus auseinandersetzen um dort auf Platz 1 zu kommen. Oder ich muss mich mit der Google Bildersuche auseinander setzen um auch dort gut zu ranken, wenn Ergebnisse der Bildersuche in den Hauptindex eingebunden werden.

Matt Cutts hat im Google Webmasters Chat selbst gesagt, dass die Platzierungen in den einzelnen Google Suchergebnissen voneinander unabhängig sind. Siehe hier: Google Webmasters Chat. Eine Übersetzung gibt es zum Beispiel beim bloggonaut oder bei seo-united. Bei SEO United findet man auch genau diesen Satz, den ich damit meinte: “Das Ranking in einem separaten Index, z.B. in der Bildersuche, hat keinen Einfluss auf das Ranking in einem anderen Index.” (seo-united).

Das heißt zwangsläufig, dass man sich – zumindest theoretisch – mit jedem einzelnen Algorithmus des jeweiligen seperaten Indzies beschäftigen muss um den allgemeinen Google Index mit eingebetteten Ergebnissen der Universal Search zu beherrschen.

Natürlich gibt es zwischen den verschiedenen Indezies Überschneidungen. Eine sehr starke Domain wird sowohl in der Bildersuche als auch in den News gut gerankt.

Doch um dauerhaft in den SERPs bestehen zu können, MUSS sich SEO verändern.

Mit Webkatalogen und Artikelverzeichnissen kommt man nur bedingt weiter. Ebenso sind die Links von follow Blogkommentaren qualitativ nicht die besten.

Mit Linktausch und Linkkauf, konnte man bisher immer eine sehr solide Optimierung machen. Doch wie wird die Zukunft aussehen?

Ich denke SEO muss kreativer werden und auch umfangreicher. SEOs müssen über die Grenzen hinaus denken und auch mal um die Ecke denken. Der kürzeste Weg auf die Landing Page ist natürlich direkt über ein organisches Suchergebnis. Ein Umweg wäre über die Bildsuche oder über ein Youtubevideo mit einer Adresse im Video (müsste dann in die Adresszeile eingegeben werden) bzw. in der Beschreibung (müsste auch kopiert und in die Adresszeile eingefügt werden).

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1 Kommentar zu “Universal Search – Fluch oder Segen?”

  1. Denke deine Schlußfolgerung basiert irgendwo auf den falschen Grundlagen – Google zeigt in der “Universal Search” keineswegs nur Google Dienste an… myvideo hab ich dort zum Beispiel schon öfter gesehen und wer öfter mal im amerikanischen Index stöbert findet noch viel mehr.

    Mit dem letzten Teil hast du natürlich recht, es gibt viele neue Besucherquellen die es auszuloten gilt =).

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