Wikipedia
Die manipulierbarste Enzyklopädie der Welt.
Die nachfolgenden Tricks sind schon etwas älter. Aber ich möchte trotzdem noch darauf eingehen. Sie basieren beide auf dem selben Grundlegenden Gedanken. Es geht um die Macht der internetn Verlinkung.
Wikipedia als Konkurrenten in den SERPs loswerden
Darüber hat bereits der David Deutsch geschrieben und auch Blue Hat SEO.
Angenommen ihr habt Wikipedia als Konkurrenten in den SERPs vor euch, dann wisst ihr, dass es sehr schwer sein wird Wiki mit “normalen” Techniken zu überholen, denn Google liebt Wikipedia. Sofern es sich bei diesem Ergebnis um einen Wikipedia Eintrag handelt, der nicht sonderlich viele Links von außen bekommt bzw. ihr habt mehr starke externe Links, dann könnt ihr euch an die internen Links machen.
Geht dazu auf den Wikipedia Eintrag. In der linken Seitenleiste findet ihr unter Werkzeuge den Link “Links auf diese Seite” den klickt ihr an. Dann liefert euch Wikipedia alle Seiten, die auf dieses Suchergebnis verlinkt haben. Ihr beginnt nun ganz langsam und nach und nach die internen Links auf dieses Suchergebnis zu entfernen. Die Betonung liegt hierbei auf langsam, nichts überstürzen sonst fliegt es schnell auf
Nach der Änderung muss die veränderte Wikipedia Version noch “gesichtet” werden bevor die Änderungen endgültig in Kraft treten und für alle Nutzer sichtbar sind. Dies geschieht durch einen “erfahrenen” Wikipedia Nutzer der in der Community mindestens 60 Tage aktiv ist, nicht gesperrt wurde und einige weitere Anforderungen erfüllt.
Diesem Prinzip nach kann also jeder Wikipedia Nutzer automatisch zum Sichter werden. Ihr könnt euch also auch einfach 2 Wikipedia Konten anlegen, ein White-Hat und ein Black-Hat-Konto (achtet hier bei darauf, dass ihr die Login-IPs klar trennt. Also in das eine Konto immer nur von zu Hause aus einloggen und in das andere aus dem Internetcafe, Büro etc.) dann könnt ihr eure Änderungen selbst sichten. Hier ist allerdings etwas Vorsicht geboten. Es ist auf Dauer auffällig wenn die Änderungen vom Nutzer AB immer nur von XY gesichtet werden
.
Jemanden mit einem Wikipedia Ergebnis in den Wahnsinn treiben
Angenommen es gibt da jemanden den ihr nicht mögt. Aus welchen Gründen auch immer
.
Und er rankt in den SERPs über Wikipedia auf Platz 1 und kassiert damit Traffic en masse. Dann könnt ihr einfach der Wikipedia Page in den SERPs mehr internen Trust zuschiessen indem er sie von anderen starken Seiten verlinkt.
Dazu könnt ihr über die “Links zu dieser Seite”-Funktion gucken von welchen Seiten schon auf diese Seite verlinkt wird und ein wenig nach themenverwandten Seiten recherchieren die noch nicht zu dieser Wikiseite linken. Dort fügt ihr den Link dann ganz einfach hinzu.
Dies ist natürlich besonders sinnvoll, wenn ihr nicht zufällig auch versucht für dieses Keyword zu ranken, denn dann wird es schwer sein Wikipedia zu überholen und einen Link irgendwo in der Wikipedia hinzuzüfügen ist erfahrungsgemäß einfacher als ihn wieder wegzunehmen. Außer vielleicht ihr macht noch ein weiteres Benutzerkonto auf und behauptet der hinzugefügte Informationsabsatz mit dem enthaltenden Link sei unrelevant und nicht enzykloädisch genug um in der Wikipedia aufgeführt zu werden. Dann könnt ihr einfach eine ältere Version der Wikiseite wieder aktivieren und diese Begründung in der Diskussion angeben.
Wenn ihr aber doch auf dieses Key ranken wollt und Wikipedia sowie nicht überholen könnt, dann müsst ihr euren Usern evtl. einen kleinen Umweg zumuten. Ihr pushed Wiki auf Platz 1 der SERPs und am besten noch eine artverwandte Wikiseite af Platz 2. Dann fügt ihr unter Weblinks euren Link hinzu. Wartet ein wenig und löscht später die anderen Links nach und nach. Denkt euch dazu gute Begründungen in der Diskussion aus
und am besten noch das ein oder andere Benutzerkonto mit einer sauberen Historie.
Das macht ihr auch bei den jeweiligen Unterseiten.
Angenommen ihr habt dann in den SERPs folgende Reihenfolge
1. Wikipedia
2. weiteres Ergebnis von Wikipedia
3. Ihr
4. Konkurrent
Dann werden schon mal rund 95% das Wikipedia Suchergebnis anklicken (außer vielleicht sie suchen bewusst etwas anderes, weil sie ein kommerzielles Suchergebnis suchen o.ä.) finden sie in der Wikipedia nicht das gewünschte gehen sie entweder zurück und klicken das nächste Ergebnis an oder sie benutzen nach dem lesen der Wikipedia die weiterführenden Links und landen so bei euch.
So könnt ihr natürlich nicht in den gesammten Traffic des 1 Ergebnisses kommen, aber immerhin mehr abstauben als der Konkurrent.
Nach ein paar Recherchen hab ich rausgefunden, dass es beim White Board Friday von SEOmoz auch eine Folge zu dieser Vorgehensweise gibt. Hier könnt ihr sie euch ansehen: Wiki Jacking
Nachtrag mit Beispiel:
Wir sind uns sicherlich alle darüber bewusst, dass die Dosis das Gift macht und auch dass das blosse Wissen von etwas noch kein Vergehen ist. Nichts desto trotz möchte ich hier an dieser Stelle ein Beispiel anführen, wie man diesen Trick gebrauchen kann ohne – meiner Meinung nach – sonderlich “böse” zu werden oder jemanden zu schädigen…
Stellt euch mal vor ihr habt eine Seite mit wirklich gutem Content über beispielsweise das Musical König der Löwen. Bei der Suche nach “König der Löwen” ist es ziemlich utopisch schnell unter die Top10 zu kommen. Auf Platz 1 (auf Platz 2 ebenfalls) rankt der Produzent, auf 3 die Wikipedia.
Nun habt ihr euren Link schon erfolgreich im Wiki platziert, als weiterführende Information. Und er wurde von der Community akzeptiert, weil ihr keine MFA Wüste reingeknallt habt sondern relevante Informationen bietet (und ja vielleicht habt ihr ja sogar noch nen Affiliate Banner auf eben dieser Seite – aber was solls? Ihr bietet Infos und keinen Spam, das ist es was zählt!).
Wenn ihr nun die Wikipedia durchforstet und an einer geigneten Stelle einen Link zu der Wiki-KDL-Seite platziert dann rankt die Wikiseite bald über der des Produzenten und ihr bekommt darüber ebenfalls mehr Traffic. Damit könnt ihr die Wikipedia möglicherweise sogar bereichern, vielleicht fällt euch auf dass jemand z.B. beim Artikel über den Broadway vergessen hat auf König der Löwen zu verweisen oder sonst was… diese Änderungen sind dann wirklich nicht böse, sie bereichern die Wiki sogar und ihr habt dadurch auch noch einen Vorteil.
Ihr könnt mir gern in den Comments widersprechen, aber ich sehe da wirklich nichts was derart bösartig ist, dass man mich dafür in der Bloggosphäre steinigen sollte.
Etwas zu WISSEN ist in erster Linie wertneutral. Die Frage nach der Moral kommt erst ins Spiel, wenn man gemäß dieses Wissens handelt.
Ich bin Chaim Dönnewald und komme aus Dortmund. Ich beschäftige mich viel mit SEO, Ajax und PHP.




Erbärmlich
André schrieb am Montag, 09.03.09 um 13:20 Uhr
Einfach nur unnötig solche Anleitungen.
Senso schrieb am Montag, 09.03.09 um 14:58 Uhr
Mach lieber eine Mauererlehre
StoiBär schrieb am Montag, 09.03.09 um 15:38 Uhr
Jämmerlich und von niedriger Gesinnung.
Peter schrieb am Montag, 09.03.09 um 17:44 Uhr
IV. Die einzige Leistung: Den englischen Originaltext frei ins Deutsche übersetzt zu haben. Ganz großes SEO.
Matthias schrieb am Montag, 09.03.09 um 17:49 Uhr
funktionert leider nicht
SeOsS schrieb am Montag, 09.03.09 um 17:53 Uhr
ja, es ist immer einfach sich über andere zu stellen und mit der Moralkeule zu schwingen.
Fakt ist: Es gibt diese Methode und ja ich habe drüber geschrieben. Es kann sich jeder selbst seine Meinung darüber bilden ob er es anwenden möchte oder nicht.
Dieser Artikel verdeutlicht primär die Macht der internen Verlinkung. Wenn man sich dieser Macht bewusst ist, dann kann man es auch White-Hat nutzen und seinen Nutzen daraus ziehen.
Ich muss vielleicht zugeben, dass dieser Beitrag etwas oberflächlich ist und daher einige ihn schnell in den falschen Hals kriegen könnten.
Das hier ist nicht als Anleitung zu verstehen, wie man mal eben schnell nen Sack voll MFA oder Spamseiten in die Wiki reinknallen kann, wer so etwas daraus liest der denkt wohl nur von 12 bis Mittags. Ich wollte kurz und präzise ein paar Ansätze auf den Punkt bringen, die ich mir nicht selbst ausgedacht habe (siehe David Deutsch, SEOmoz, Blue Hat SEO…).
Moralisch ist das alles natürlich nicht einwandfrei, aber wo lebt ihr denn? Auf Polly Pocket Island? Es hat doch jeder seine Leichen im Keller, aber es ist natürlich viel einfacher den jenigen anzuprangern der es einfach mal in Worte fasst als sich die Mühe zu machen gezielt nach den Leuten zu suchen die diese “Lücken” ausnutzen.
Und wenn wir schon beim Thema “Moral” sind, dann finde ich es noch viel unoralischer in einem Blog mal eben über Leute zu schreiben, mit denen ich noch nie im Leben gesprochen habe, die ich nicht kenne, deren Blog ich vielleicht (ich unterstelle das einfach mal) nicht mal regelmässig lese und diese dann “nieder zu machen”.
Kommentare wie “Mach lieber eine Maurerlehre” (übrigens Stoibär, deine rhetorischen Fähigkeiten kommen ja schon fast an die deines Namensvetters heran… ähh.. ich ääähh denke du äääähh weißt auch genau wie sich eine Mutter mit 6 Kindern fühlt?) sind das eine und kommen natürlich immer vor. Aber dann in seinem Blog darüber mal darüber zu schreiben wie blöd jemand ist und dass seine Eltern ihm das Internet abstellen sollten ist ja auch nicht die feine englische Art, oder?
Das ist etwas was mich schon länger in der Bloggosphäre aufregt… es gibt ne Menge leute die ich scheiße finde und ich schreibe trotzdem nicht in meinem Blog drüber was X oder Y dummes in seinem Blog geschrieben hat, weil ichs meinen Lesern einfach nicht zumuten will.
Chaim schrieb am Montag, 09.03.09 um 17:55 Uhr
Meine Moral heißt Mammon. Danke für deine Anleitung Chaim!
SeOsS schrieb am Montag, 09.03.09 um 18:02 Uhr
Interessante Idee! Wie Du schon schriebst, ist es ein moralischer Unterschied ob ich es weiß oder ob ich es tue!
Achso, weil das Wissen so böse ist: Ich weiß was Genozide und wie man Menschen tötet! Oh mein Gott, bin ich moralisch verwerflich!
Shit, steht sogar in der Wikipedia! Mein Gott ist diese Community erbärmlich!
Sorry, den Sarkasmus konnte ich mir nicht verkneifen!
Florian Fiegel schrieb am Montag, 09.03.09 um 20:28 Uhr
Lieber Florian, es ist ein Unterschied zu wissen was ein Genozid ist und eine Anleitung dazu zu liefern bzw. dazu aufzurufen.
Matthias schrieb am Montag, 09.03.09 um 20:31 Uhr
@Matthias Chaim hat hier zu nichts aufgerufen. Und eine Anleitung kannst Du zu vielen Themen bringen, auch zu Mord. Man erinnere sich an den Film “Face Off”: Messer -> Oberschenkel -> drehen -> Verbluten … (stark gekürzte Darstellung) oder anderes Filmmaterial z.B. der wöchentliche Tatort …
Das reine Wissen ist keine moralische Frage, nicht mal die Anleitung dazu, lediglich die Anwendung. Und deren Bewertung ist abhängig von der eigenen moralischen Position.
Sorry, aber jemanden für die Vermittlung von Wissen zu verurteilen: Das hatten wir eigentlich schon vor vielen Jahren abgelegt, oder wie war das noch mit der Erde? Immer noch eine Scheibe?
Florian Fiegel schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:10 Uhr
oh weh, diese Argumentationsweise kenne ich aus meiner eigenen Jugend…
Sei mir nicht böse, aber da merkt man einfach dein Alter.
Wenn du das nicht als Anleitung verstanden haben wolltest hättest du das als Satire o.ä. verpacken können – *so* liest sich das wie die Anleitung eines Skriptkiddies “seht her, ich hab nen tollen Virusgenerator im Netz gefunden und weiss wie man ihn bedient”.
Erynnien schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:37 Uhr
ähhh sorry hat einer ne anleitung für mich wie ich endlich google aus dem Netz kicken kann ?
ich hasssseeee google !!! eure Sandra
oder ist das auch verboten
Sandra schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:39 Uhr
Sei aber vorsichtig, wenn du “Google” in Google eingibst kannst du das Internet zerstören!
SeOsS schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:48 Uhr
vielen lieben dank für diesen wirklich wichtigen hinweis. ich denke ich gehe in ein internet cafe damit man meine ip nicht verfolgen kann. (clever clever oder ?)eure sandy
Sandra schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:50 Uhr
ähhhh mir ist da noch was eingefallen, ich schick meine schwester cindy und meine schwester mandy in leipzig und erfurt gleichzeitig in ein internet cafe dann können wir google in die zange nehemen. gute idee oder ??? eure sandy
Sandra schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:52 Uhr
super mädels ihr habt euch ein fleißkärtchen verdient – aber nur 1 (soviele kekse haben wir hier nicht… bananen auch nicht.. schade)
http://www.online-im-park.de/fleiss.html
Kevin Justin-David schrieb am Montag, 09.03.09 um 21:55 Uhr
bringt doch auch ordentlich traffic wenn jez alle hier drüber diskutieren
mir gefällts jedenfalls
Clemens schrieb am Montag, 09.03.09 um 23:32 Uhr
Nun macht mal halblang. Ich finde die Idee ganz lustig – allerdings nur als Gedankenspiel. Von der Anwendung halte ich auch herzlich wenig, dass ist mir zu destruktiv.
Jojo schrieb am Dienstag, 10.03.09 um 13:55 Uhr
Dieser Artikel zeigt auf beeindruckende Weise, warum SEOs so unbeliebt sind. Vielleicht tut man ihnen unrecht und es sind nur schwarze Schafe, aber solche Artikel sind der Grund dafür.
Thomas schrieb am Dienstag, 10.03.09 um 16:06 Uhr
Ich finds gut – die “BlackHat” Sache ist ja hinreichend bekannt und nicht besonders nett aber das ganze mal aus einer anderen Richtung zu sehen und Wikipedia zu helfen das finde ich gut. Eine klassische Win-Win Situation für alle Beteiligten (na außer vllt. dem Produzenten aber der gewinnt ja eh immer egal wer/wo sich jetzt die KDL DVD kauft
).
Wer hier rummault beweist das er einfach ein Spießer ist – Leute guckt wie euch das praktisch nützlich ist und bleibt eurem Gewissen treu. Die Info gibt es 10000 mal im Netz und ob ihr das Wissen anwendet ist eure Sache.
Boah Chaim mach mal das Kommentarfeld größer ist ja gräßlich
und wo ich grad am maulen bin wieso gibts hier keine dofollow Links in den Comments
.
@Thomas
Na was solls es gibt schlimmeres als Unbeliebt zu sein.
Stefan schrieb am Donnerstag, 12.03.09 um 12:55 Uhr
@Sandra, der Hinweis kam via The IT Crowd
SeOsS schrieb am Freitag, 13.03.09 um 14:08 Uhr
Tja, der einzige Unterschied zwischen den angeblich blütenweissen SEO`s und denen mit der dunklen Berufsbekleidung dürfte wohl nur im jämmerlichen Versuch liegen, dass man selber noch nie erwischt wurde.
Ein SEO wird idr alles für seine Kunden tun und ich habe auch den einen oder anderen Berufskollegen dabei erwischt, wie er Konkurenten in DC Proxys eingetragen hat und dann aus seinem Twitter oder Linkkatalog fleissig drauf gelinkt hat.
Interessanter Artikel, der vor allem zeigt, dass große mächtige Systeme manipulierbar sind – und das ist nun einmal Realität, ob`s den Moralaposteln passt oder nicht.
Rent-a-SEO schrieb am Samstag, 30.05.09 um 12:34 Uhr
Hey Chaim, ich find den Artikel gut und auch gut geschrieben. Das Whiteboard-Friday-Video kannte ich auch noch nicht, obwohl ich sonst guck dass ich das nicht verpass. Danke dir, nette Hinweise auf was man aufpassen sollte.
Alex schrieb am Donnerstag, 04.02.10 um 03:06 Uhr
Hey Alex
danke für dein positives Feedback
Chaim schrieb am Donnerstag, 04.02.10 um 22:41 Uhr