Mit iEno nach Lebensmittelzusatzstoffen suchen
Kosher oder nicht kosher - das ist die Frage...
Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich vor fünf Jahren aufgehört Schweinefleisch zu essen und lebe auch sonst mehr oder weniger kosher. Leider gestaltet sich das in Deutschland (und wahrscheinlich auch in allen anderen Ländern außer Israel und den USA) als etwas schwierig – um nicht zu sagen: es ist beinahe unmöglich. Neben dem Verzicht auf Schweinefleisch (und einiger anderer Sachen z.B. Kaninchen oder Meeresfrüchte) muss man auch komplett auf gelantinehaltige Produkte (Weingummi, Lakritz, einige Käsesorten usw…) verzichten und darf Milch nicht gleichzeitig mit Fleisch essen (also keine Cheeseburger). Es gibt noch eine gefühle Millionen anderer Regeln die man beachten muss auf der Skala von “mehr oder weniger kosher leben” bis hin zum “ultra kosher lebenden hardcore Juden”. Die werde ich hier aber jetzt nicht alle aufzählen.
Viel interessanter ist, dass ich jetzt eine iPhone App gefunden habe, mit der man nach Lebensmittelzusatzstoffen suchen kann, den sogenannten E-Nummern. Die App heißt iENo und wurde von iHanWel herausgebracht. Passend zum Halloween Wochenende war das gute Stück dann auch noch um 40% reduziert, so dass ich gleich zugegriffen habe. Aber die App ist nicht nur für so Pseudofundamentalisten wie mich interessant. Sondern auch für Allergiker oder Leute die bewusst den Konsum von bestimmten Zusatzstoffen vermeiden möchten.
Das Design der App ist übersichtlich und ansprechend. Die Zusatzstoffe sind nach E-Nummern sortiert, alternativ kann man sie aber auch alphabetisch sortieren. Wie die beiden Screenshots zeigen.
Mit einem Klick auf den Zusatzstoff erfährt man alle wichtigen Infos über die Herrstellung, evtl. gesundheitliche Risiken und ob dieser Stoff für Allergiker problematisch werden kann.
Sehr praktisch finde ich die Symbole in der oberen rechten Ecke, die mir auf einen Blick die wichtigsten Infos zu einem Zusatzstoff verraten:
Man kann außerdem eigene Bewertungen und Notizen zu den Stoffen hinterlegen.
Darüber hinaus kann man auch nach Zusatzstoffen suchen und nach bestimmten Krankheiten filtern um den Konsum der evtl. verantwortlichen Stoffe zukünftig zu vermeiden.
Fazit: Die App ist leicht und intuitiv zu bedienen. Mit ihr kann man recht schnell Zusatzstoffe und E-Nummern nachschlagen und so gewissen gesundheitlichen Risiken (insbesondere für Allergiker) aus dem Weg gehen. Das ist auch ganz praktisch, da Lebensmittel in Deutschland nur “minimalistisch” gekennzeichnet werden (das ist keine Kritik, ich finde es vollkommen in Ordnung schließlich kann man nicht für jeden Kulturkreis, jede ethische Haltung, jede Allergie etc. einen neuen Aufkleber auf jedes Produkt kleben… wer bestimmte Sachen nicht essen möchte, der muss sich eben die Mühe machen nachzugucken was drin ist…). Was ich noch sehr cool finden würde, wäre, wenn man Produkte, die man auf keinen Fall essen möchte irgendwie mit einem roten Hintergrund oder sowas hinterlegen könnte, so dass man gleich in der Auflistung sieht, dass es sich um einen “verbotenen” Stoff handelt und nicht immer erst die eigenen Bewertungen aufrufen muss.
Noch einmal zum Thema Kosher:
Es gibt eine Liste mit E-Nummern, die laut der israelitischen Kultusgemeinde Zürich als “äußert problematisch” gelten. Leider scheint diese Liste nicht ganz aktuell zu sein, weil ich manche E-Nummern die dort erwähnt sind, nicht über iENo finden kann. Ggf. gibt es diese Stoffe nicht oder iENo weist Lücken auf. Ich werde in den nächsten Tagen mal versuchen eine aktuelle Liste aufzutreiben. Eventuell mache ich mich ja auch als iPhoneentwickler für eine deutschsprachige Kosherapp gut – was meint ihr?
Ich bin Chaim Dönnewald und komme aus Dortmund. Ich beschäftige mich viel mit SEO, Ajax und PHP.




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