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Online Reputationsmanagement

Schon mal vom Arbeitgeber gegooglet worden? Der Umgang mit dem eigenen Ruf und Image im Web nennt man Onlinereputationmanagement. Darunter fallen auch der verantwortungsbewusste Umgang mit persönlichen Daten und das gezielte Einpflegen von Webprofilen die ein möglichst gutes Licht auf einen selbst werfen.

Twitter ist wie die Pest

28.09.
2009

Ich habe Johannes B. Kerner zwar noch nie als knallharten Journalisten empfunden, aber dafür seine Wischi-Waschi-Talkshow hin und wieder als ganz unterhaltsam. Seine Kompetenzen hat er schon in früheren Sendungen eindrucksvoll zur Schau gestellt und auch zum Thema Twitter weicht die Meinung Herrn Kerners geringfügig von der Meinung ab, die ich vertrete. Seine Sendung habe ich zwar nicht gesehen (weil ich sie normalerweise auch nicht verfolge) aber darüber gelesen habe ich bei Stefan: Twitter ist wie die Pest – Unfollow für Johannes B. Kerner (dort könnt ihr euch auch ein Video mit dem Ausschnitt aus der Show ansehen).

Eis.de klagt vor dem Europäischen Gerichtshof

15.06.
2009

Ich bekenne mich hiermit öffentlich zu den Abonennten des Newsletters des Erotikshops “Eis.de“. Nicht, dass ich da einkaufen würde – nein nein – das ist nur Mitbewerberanalyse weil ich ein großes Erotikimperium plane ;-)

Heute flatterte der Newsletter rein und folgendes konnte ich ihm entnehmen (Zitat aus dem Newsletter):

Wir gehen für Sie durch alle Instanzen gegen namhafte Mitbewerber der Erotikbranche vor! Nach Landgericht, Oberlandesgericht, Bundesgerichthof und nach mehr als 2 Jahren sind wir jetzt am Europäischen Gerichtshof angelangt, um jedem Nutzer in Gesamteuropa die Möglichkeit zu geben, bei Eingabe eines Markennamen bei Google in den Werbeanzeigen auch Informationen von Mitbewerbern zu erhalten. – Jetzt blocken viele Mitbewerber Ihren Namen, um zu verhindern, dass Nutzer unsere günstigeren Preise finden.

Nur so können die Suchmaschinen den Verbrauchern wirklich ALLE Informationen ALLER Mitbewerber anzeigen: Wir sind sicher, dass wir bald die Suchmaschinenergebnisse europaweit in eine neue Dimension führen!

Eis.de führt eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (andere Instanzen haben sie schon durch) wegen Suchmaschinenmarketings. Dabei geht es darum, Mitbewerber bei Eingabe eines Markennamen ebenso angezeigt werden sollen  und dies auch nicht ausstellen können. Angeblich tuen dies namenhafte Mitbewerber der Erotikbranche, um zu verhindern dass dem Nutzer gleich klar wird, dass Eis billiger ist.

Ich hoffe ich habe die Problematik richtig verstanden. Leider habe ich über die Informationen im Newsletter hinaus nichts mehr zu diesem Verfahren im Internet gefunden auch nicht auf der Website des Erotikshops. Falls jemand mehr weiß oder “richtigere” Infos zu der Sache hat dann meldet euch bitte.

So nun wieder zur Newsletter-Mail. Die enthält nämlich einen sehr, sehr prägnanten Schlusssatz:

Nur so können die Suchmaschinen den Verbrauchern wirklich ALLE Informationen ALLER Mitbewerber anzeigen

Um das klar zu stellen: Wir reden hier von Anzeigenwerbung! Nicht von den organischen SERPs. Suchmaschinen versuchen, dem Nutzer ein möglichst qualitativ hochwertiges, heterogenes Resultat zu bringen. Die Anzeigenwerbung ist davon aber unbetroffen.

Eine Regelung einzuführen, die einem Websitebetreiber verbietet seine bezahlten Anzeigen, bei Suche nach bestimmten Markennamen, zurück zunehmen ist, kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

Oder wie seht ihr das? Aufklärung, bitte!

iPhoto Upload und Gesichtserkennung

04.06.
2009

Das neue iPhoto verfügt über die Gesichtserkennung. Wenn ich nun also einen Katalogisier-Fetish habe, kann ich all meine Freunde in die Gesichtserkennung einfügen und sie auf Fotos markieren lassen. Wenn ich dann später in meiner Mediathek (die bei manch einem ja mehere Gigabyte umfassen kann) nach einem Gesicht suche, so kann ich das Profil meines Freundes auswählen und kann dann einen Bruchteil der Fotos in meiner gesamten Mediathek durchsuchen.

Ein weiterer Bonus der neuen iPhoto Version ist der direkte Upload von Fotos zu Facebook oder FlickR. Prinzipiell auch eine sehr coole und vorallem zeitökonomische Funktion.

Nun ist mir allerdings aufgefallen, dass iPhoto die markierten Gesichter mit an Facebook sendet. Das ist theoretisch eine zeitsparende Funktion, bringt aber zwei Probleme mit sich

  1. Namen überschneiden sich oft. Manche meiner Freunde habe ich bei iPhoto nur mit dem Vornamen markiert. Bei Facebook sind sie logischerweise mit dem Vor- und Nachnamen drin. Die Leute sind also auf dem Bild unter falschem Namen markiert.
  2. Es werden auch Leute mit markiert, die garnicht bei Facebook angemeldet sind.

Reputationsmanagement mit Social Media

24.05.
2009

Reputation mit Twitter wird derzeit überall diskutiert. Hierfür gibt es einige positive Beispiele. Aber viel mehr negative. Manch einer zwitscherte sich um Kopf und Kragen, andere unterschätzten die Macht des Retweets. Doch beim Reputationsmanagement oder beim Image aufpolieren sollte man Twitter nicht allein betrachten sondern allgemein auf Social Media zurück greifen.

Schließlich macht es inzwischen bereits der Vatikan mit eigenem Youtube Channel und iPhone App (fehlt eigentlich nur noch das Partnerprogramm für die katholische Kirche um alle Marketingzweige abzudecken ;-) ) auch bei politischen Parteien ist inzwischen angenommen, dass man vorallem junge und Erstwähler durch Social Media erreichen kann. Barack Obama hat es immerhin erfolgreich vorgemacht. Ebenso tauchen immer mehr Webtools auf, die versuchen die politische Stimmung, die auf Twitter herscht auszuwerten. Parteigeflüster und Wahlgetwitter sind nur zwei davon.

Doch wie geht man überhaupt vor, wenn man Social Media Promotion machen möchte?

Du wirst abgemahnt!

23.05.
2009

Und passend zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland habe ich noch etwas gefunden.

Viele von euch kennen sicherlich schon das “Du bist Terrorist”-Video von Alexander Lehmann. Das Video ist eine Parodie auf die bekannte Werbekampagne “Du bist Deutschland” und ist in den letzten Tagen massiv durch die Bloggosphäre und Twittersphäre gegangen. Nun wurde der Macher Alexander Lehmann aufgrund dieses Videos abgemahnt. Die Abmahnung stammt von der Agentur KemperTrautmann, die für die Werbekampagne “Du bist Deutschland” verantwortlich sind.

Wie auch von Netzpolitik festgestellt wurde, ist der Geburtstag des Grundgesetzes für so eine Abmahnung natürlich sehr unpassend gewählt. Immerhin heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 5.

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Meinungsfreiheit. Ja. In der Theorie klingt das alles schön und gut (übrigens genau so wie der Satz mit der Zensur).
Allerdings ist diese Abmahnaffinität wirklich “Du bist Deutschland”.

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