Da soll es doch Leute geben, die alles über sich ins Internet stellen. Ganz vorne natürlich ich. Aber auch eine junge Dame aus Duisburg namens Maike Langer. Neben ihrem persönlichen Weblog, führt Maike einen Twitteraccount, einen Facebookaccount und ein Youtube Konto. Soweit also nichts besonderes, würde es da nicht ein Forum geben indem derzeit heftig darüber diskutiert wird.
Das Twitter und Co den Linkbait getötet haben kann ich inzwischen nicht mehr hören. Klar ist jedenfalls, dass weniger gebloggt wird seit Twitter flächendeckend genutzt wird. Besonders lustige Bilder oder News werden mal eben schnell geretweeted anstatt verbloggt. Doch auch Google muss irgendwie auf diese Bewegung reagieren bzw. reagiert haben.
Naheliegend ist es daher, dass Retweets bzw. generell das twittern von Links eine bestimmte Bedeutung beigemessen werden muss. Auch wenn die Twitterlinks mit dem Nofollow-Attribut versehen wurden. Denn Nofollow ist nicht gleich nofollow. Ein Nofollow-Link aus der Wikipedia ist immer noch um Längen wertvoller als ein Nofollow-Link aus einem Wordpress-Blog-Kommentar o.ä. Um Twitter Links fair zu behandeln, müsste Google die Links also irgendwie bewerten. Entweder über Qualität oder Quantität.
Quantität: Je mehr Leute einen Link verbreiten, desto besser muss er sein.
Qualität: Google vergibt einen Trustrank für Twitteruser, User mit mehr Followern bekommen einen höheren Trustwert. Das Folgen von alten Twitterusern mit einem hohen Trustrank gibt dabei selbstverständlich noch mehr Trust als das von neuen Usern (Spamuser??) mit wenigen Followern. Diese Praxis kommt einem vom Pagerank schon irgendwie bekannt vor. Außerdem kann man sich vorstellen, dass Google bestimmte Faktoren ermittelt um Spamuser auszuschließen. zB User die erst seit 3 Tagen angemeldet sind, 1 Tweet geschrieben haben, 900 Leuten folgen aber selbst nur von 70 anderen verfolgt werden…
Facebook hat ein neues Feature eingeführt. Nun können Nachrichten (Pinnwandeinträge, Fotokommentare etc.) direkt per E-Mail beantwortet werden.

Ein Grund für dieses neue Feature ist, dass – insbesondere in den USA – viele Firmen das Social Network Facebook blockiert haben und es so möglich ist auf die Nachrichten zu reagieren ohne die Website von Facebook im Browser aufrufen zu müssen. Derzeit ist dieses Feature noch nicht für alle Benutzer verfügbar, es wird noch einige Stunden/Tage dauern bis alle 350 Millionen User auf diese Funktion zugreifen können.
Schon mal einen Affiliatelink über Twitter verschickt? Ich ja, schon oft. Auch gerne über Magpie. Doch in Zusammenarbeit mit dem URL-Short-Dienst bit.ly kann es zu Problemen kommen. Schaut mal hier:
Bei manchen Affiliatelinks findet die gewünschte Weiterleitung statt. Bei anderen nicht.
Anmerkung: Die Quali von meiner Bildschirmaufnahme ist leider suboptimal, beim nächsten Mal lade ich das Video bei Vimeo o.ä. hoch
Für diejenigen die es im Video nicht erkennen können: bit.ly gibt bei manchen (nicht alle!) Affiliatelinks eine Warnung aus: “Warning – this site has been flagged and may contain unsolicited content.”
Alternativen:
- Auf bit.ly verzichten und die volle URL posten.
- Vorteile:
- Man braucht sich keine Gedanken um die URL-Kürzung zu machen
- Der Besucher sieht sofort wo der Link hinführt
- Nachteile:
- Keine Klick-Statistiken bei bit.ly
- Man hat weniger Platz für Text
- Nicht direkt auf das Partnerprogramm verlinken sondern auf die die Affiliatepage
- Vorteile:
- Man kann eine Landingpage erstellen die besser auf die Zielgruppe, die ich über Twitter erreichen möchte (z.B. Schüler, Studenten, Nerds etc.) zugeschnitten ist
- Wenn der Link für den Besucher interessant ist, kann er ihn an Freunde weiterschicken, die dann möglicherweise auch auf den Affiliatelink klicken. (Würde der Besucher die “endgültige URL weiterschicken – ohne die Maskierung ad.zanox…. – würde der Cookie nicht bei den zukünftigen Besuchern gesetzt werden…)
- Nachteile:
- Der Besucher muss interessiert genug sein um einen zweiten Klick vorzunehmen (auf den Affiliatelink!) der Cookie wird also nicht automatisch gesetzt
- Den Link zusätzlich maskieren. Zum Beispiel mit redir.ec
- Vorteile:
- bit.ly lässt sich austricksen
- Man erhält eine Statistik auf redir.ec und eine auf bit.ly zusätzlich zur Affiliatenetzwerk Statistik hat man also eine Menge Daten zum auswerten (die sich auch oft voneinander unterscheiden…)
- Nachteile:
Das ganze Funktioniert denkbar einfach. Man maskiert den Link erst mit redir.ec und gibt danach den redir.ec Link in die Magpie-Eingabemaske ein. Beim twittern wird der Link zusätzlich mit bit.ly maskiert.
By The Way: Das Verbreiten von Affiliatelinks über Twitter ist ggf. etwas gray. Ihr solltet auf Nummer Sicher gehen und das mit eurem Partnerprogramm vorher absprechen.
Wenn ich mit dem iPhone in einer fremden Stadt unterwegs bin und ein Café oder eine Bar suche, würde ich normalerweise die integrierte Google Maps Funktion nutzen, meinen aktuellen Standpunkt auswählen und “Café” oder “Bar” oder etwas vergleichbares eingeben. Alternativ kann ich aber auch Twitter nutzen und meine Follower fragen, ob jemand aus dieser Stadt kommt und einen Tipp für mich hat. Oder ich befrage den Twitter-Bot DrQype des Online Bewertungsportals Qype.
Dieser Bot ist ein super Beispiel dafür, wie man einen Bot effizient und sinnvoll einsetzen kann. Ich schicke ihm einen Replay mit dem was ich suche und meinem aktuellen Standort und er antwortet mir mit den Top 3 Treffern zu meiner Anfrage.
Getestet habe ich es mit “Café Dortmund-Innenstadt“:

Die Antwort kam direkt danach als Replay:

Diese Ergebnisse treffen 100% zu.
Dann habe ich direkt noch ein paar andere Versuche gestartet.
- Pizzeria, Dortmund-Holzen
- Bar, Bockenheimer Landstraße Frankfurt am Main – Ein Resultat gefunden: BLOCK HOUSE – leider ist dies keine Bar sondern ein Steakhouse
- Irish-Pub, Dortmund – 2 Resultate gefunden (mehr gibt es auch nicht, glaube ich): HICC UP und Limerick’s
In meinem Twitterprofil steht: Dortmund | Franfurt am Main. Laut Qype, würde der Bot es auch auslesen, wenn man in den Profildaten eine Stadt angegeben hat, leider funktioniert es bei mir nicht da ich zwei Städte angegeben habe, oder? Doch es hat funktioniert!
Im Vergleich zu Google Maps
- Café Dortmund-Innenstadt
In den SERPs wird kein Google Maps Ausschnitt angezeigt. Wenn ich aber auf Maps gehe, finde ich da mehrere Resultate.
- Pizzeria Dortmund-Holzen
Kein Kartenausschnitt. Und auch Google Maps scheint mit der Suchanfrage überfordert. Komischerweise gibt es aber ganz sicher eine Pizzeria in Holzen und erst Recht in der Umgebung…
- Bar Bockenheimer Landstraße Frankfurt am Main
Endlich kann Google mal punkten. Da wo der Qypebot leider nicht soviel gefunden hat findet Google Maps eine ganze Menge. In den SERPs sogar auf Platz 1:

- Irish-Pub Dortmund
Qype hat zwei gefunden und Google findet nur einen.

- Subway
Also in den SERPs zeigt mir Google keinen Ausschnitt aus Google Maps an. Dafür aber einige, wenn ich direkt auf Google Maps klicke.
Fazit: Der Bot ist noch nicht ausgereift. Die Idee und der Ansatz sind aber schon sehr gut!
Weiterführend es im Qypeblog.