Die Zukunft des Bloggens
Wie sieht die Bloggosphäre in 10 oder 5 Jahren aus? Welchen Platz wird der firmeneigene Blog bzw. die gesamte Bloggosphäre im Marketingmix von Unternehmen einnehmen und welche Einflüsse könnten Blogger auf Reputation und Image von Produkten und Dienstleistungen haben? Welche Formen des Bloggens bleiben dauerhaft bestehen, welche bilden sich neu, welche verlaufen im Sand? Dazu müsste man überlegen welche Formen des Bloggens es heute schon gibt:
Pseudobloggen
Das SEO-geschulte Auge erkennt einen Pseudoblog sofort, hier wird garnicht gebloggt, sondern einfach nur Wordpress o.ä. (99% Chance dass es Wordpress ist!) aufgesetzt um ein bisschen Content zu publizieren. In den meisten Fällen handelt es sich um kleine “Nischenprojekte” mit einer Hand voll Unterseiten, die einmalig eingepflegt aber nicht kontinuierlich erweitert werden. Dies kann man nicht ernsthaft als Bloggen bezeichnen, da hier nicht der Spirit des Bloggens sondern einfach die Bequemlichkeit von Wordpress gewählt wurde um seine Seite im Netz zu präsentieren.
Doch was ist überhaupt dieser Spirit of Blogging?

Wofür werden Blogs verwendet?
Ich hoffe mein Schaubild ist einigermaßen übersichtlich geworden
es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sicherlich habe ich viele Aspekte des Blogeinsatzspektrums außen vor gelassen. Ihr könnt Ergänzungen gerne in den Comments nachtragen. Ich werde den Artikel dann entsprechend ergänzen oder eine Fortsetzung nachreichen. Aber zu nächst müsste es reichen, erst einmal die hier eingezeichneten Aspekte zu beleuchten.
Das Schaubild zeigt verschiedene Einsatzgebiete für Blogs und zusätzlich (gelb hinterlegt) weitere Social Media Portale und Dienste, die mit der Bloggosphäre eng verbunden sind. Ich behaupte einfach mal, dass man Blogs zunächst einmal in zwei Kategorien teilen kann die Firmenblogs und die (amateur-)publizistischen Blogs. Private Blogs fallen in diesem Fall auch in den Amateurpublizismus. Diese Unterscheidung muss sein, weil es ein grundlegener Unterschied ist, ob ich einen Blog aufsetze in dem meine Mitarbeiter von Firmenevents o.ä. berichten, den ich nutze um neue Produkte ins Web 2.0 einzuführen oder einfach um meine Reputation zu pimpen. Ein Beispiel für einen solchen ist der Daimler-Blog, welcher sich nicht nur an webaffine Leser sondern auch an Internetamateure richtet, daher werden Begriffe wie Bookmarking, Twitter etc. erklärt. Die Präsenz von Unternehmen im Web dient vorallem der Reputation. Durch Youtube-Kanäle, Facebook-Profile, Twitter etc. wird versucht das Image eines Konzerns aufzubessern. Außerdem kann man mit ein wenig Feingefühl, um nicht zu sagen Medienkompetenz, den ein oder anderen Fauxpass vermeiden…
Neben den klassischen Firmenblogs gibt es das zweite große Lager der Blogs. Die Publizistischen, hier wird spielt das eigene Image (Brandmanagement, Brandbuilding etc.) immer noch eine große Rolle, dennoch versucht man mehr über andere Themen zu berichten. Hier gibt es einmal wirklich bloggende Journalisten, bloggende Fachkräfte etc. aber auch Amateure, die über Kinofilme, ihre Katze oder die Semesterferien berichten. Das schöne am Web 2.0. ist, dass mehr oder minder Chancengleichheit herrscht. Der Blog einer Escortdame, wird möglicherweise von der Community besser angenommen als der eines Informatikprofessors.
Kommen wir zum ersten entscheidenden Punkt, der sich auch in Zukunft noch weiter ausprägen wird: Community Management.
Jetzt bin ich auch “einer von viel zu vielen”. Nämlich Poken Dealer
Ich bin Chaim Dönnewald und komme aus Dortmund. Ich beschäftige mich viel mit SEO, Ajax und PHP.



