Seit einigen Monaten versuche ich die Absprungrate auf meinem Blog, die leider sehr hoch ist, zu minimieren. Der Hauptgrund dafür ist, dass ich jeden Tag sehr viele Anfragen auf Artikel habe (zu 99% über Google) und die Leute auf diesen Artikeln meist nur 1 Sekunde bleiben und direkt wieder zurückgehen. Andere Artikel befriedigen das Bedürfnis des Suchenenden sofort und er sieht keinen Grund noch weiter auf meinem Blog rumzuklicken.
Man kann also unterscheiden zwischen
- Artikel die ich sofort verlasse
- Der Artikel ist uninteressant, schwachsinnig etc.
- ich bin zu faul das alles zu lesen bzw. habe einen anderen Grund (Ladezeit, Design passt mir nicht o.ä.)
- Ich habe das Gesuchte sofort gefunden – was soll ich noch hier?
In der Statistik kann man diese beiden Möglichkeiten mittels der durchschnittlichen Besuchszeit klar voneinander trennen. Im Fall A ist die Besuchszeit recht kurz meist nur einige Sekunden. Im Fall B ist die Besuchszeit länger, da der Besucher den Artikel (fast) komplett liest.
Besonders hoch waren die Absprungraten bei meinem Ajax Tutorials z.B. Drag & Drop mit Prototype/Script.aculo.us (Fall B).
Die Absprungrate liegt hier momentan bei 50%. Das ist immer noch viel zu hoch, aber erstmal akzeptabel. Die Besuchszeit liegt bei etwas über 2 Minuten. Die Suchenden kommen über Google auf den Artikel, finden die Codelösung bzw. Erklärung und verschwinden wieder. Noch im Oktober lag die Absprungrate bei über 90% deswegen habe ich hier eine Seite mit Beispielen erstellt und diese verlinkt. Auf der Beispielseite liegt die Absprungrate bei 60% und die Besuchszeit bei 3,5 Minuten.
Nach diesem Prinzip habe ich nun auch andere Seiten überarbeitet und konnte die Absprungrate insgesamt etwas senken. Dennoch ist sie wegen zu vieler Fall A-Besucher noch zu hoch. Deswegen habe ich heute über 100 alte Artikel gelöscht die über Google zu einigen Keywords gefunden werden aber für die meisten Besucher keinen Mehrwert bieten. Dazu zählten überwiegend Artikel die ich zur Anfangszeit meiner Bloggerkarriere geschrieben habe, als ich noch alles aus meinem Leben verbloggt habe. Teilweise habe ich die Artikel aber auch mit dem Redirection Plugin von Urban Giraffe auf Kategorien umgeleitet.
Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass sich die Absprungraten verbessern wenn die gelöschten/umgeleiteten aus dem Index verschwunden sind.
Durch den radikalen zweiten Schritt verliert man natürlich einige Besucher pro Tag. Doch die Anzahl meiner Unique Visitors sind nur soviel Wert wie sie mir bringen (sehr logischer Satz
): Wer nur wenige Sekunden bleibt und wieder verschwindet bietet weder dem Blogbetreiber noch dem Besucher einen Mehrwert und hohe Absprungraten (User kommt, kotzt, geht..?) werden sich auch zukünftig weiter schlecht aufs Ranking auswirken.
Mehr Usability bedeutet normalerweise höhere Conversionrates. Dazu kann man eine ganze Reihe an Tests durchführen. Ganz klassisch erstellt man verschiedene Versionen einer Landingpage und wechselt diese immer nach einem bestimmten Zeitraum aus, trackt alles und vergleicht es dann. Dann tauscht man wieder einzelne Elemente aus, trackt wieder alles und vergleicht wieder.
Mittels einer Heatmap kann man schon vorher auf seiner Landingpage anzeigen lassen, welchen Bereichen der Besucher am meisten Aufmerksamkeit schenkt, diese Werte basieren auf Erkenntnissen von Eye-Tracking Studien. Es bietet sich aber auch an eine Klickanalyse selbst durchzuführen und diese mittels einer Heatmap zu visualisieren. Hierzu gibt es von ClickHeat eine Lösung, die auf dem eigenen Server läuft und kostenlos ist. Einzige Vorraussetzungen sind PHP und eine GD Graphics Library.
Toolbars und Extentions sind gleichermaßen Fluch und Segen eines jeden Users. Einerseits kann man seine Produktivität damit super steigern, andererseits laden sie aber auch zur Prokastrination ein. Um euch das Leben zu erschweren oder zu erleichtern (je nachdem) möchte ich hier ein paar meiner Lieblingsextentions und Toolbars vorstellen.
Toolbars
Das blöde an Toolbars ist, dass man damit den aktiven Bildschirmteil immer weiter vertikal verkleinert. Das gute an ihnen ist, dass sich oftmals einzelne Elemente aus den Toolbars herauslösen lassen und so zusammengefasst werden können. So kann man aus drei Toolbars problemlos die wichtigsten Bausteine zu einer Toolbar zusammenfassen.
SEOBook Toolbar
Die Toolbar von SEOBook. Ich habe früher schon mit SEOQuake und SEO4Firefox gearbeitet, SEOBook gefällt mir aber besser. Zugegeben die beiden anderen sind “nur” Extentions aber keine Toolbars. Die Toolbar zeigt mir die Links bei Yahoo! (einmal nur für die jeweilige Unterseite und einmal für die gesamte Domain), das Alter der Domain (laut archive.org), den Pagerank etc. an. Außerdem erkenne ich sofort ob ein dmoz Eintrag vorhanden ist. Außerdem zeigt mir die Toolbar (etwas versteckt) die IP Adresse an auf der die Seite liegt und es gibt sogar einen Direktlink zur MSN Bing-IP Search. Ebenfalls sehr cool ist SEO-XRay, eine Art Overlay das mir auf der Seite die Headlines etc. markiert. Außerdem kann ich mit diesem kleinen Tool die Anzahl der internen und externen Links anzeigen lassen und sogar exportieren.
Die zweite Toolbar in die ich mich verliebt habe ist die Web-Developer-Toolbar
Die Web Developer Toolbar zeigt mir Infos zum CSS und zum Code. Es gibt eine Highlightfunktion, mit der ich z.B. Frames oder Tabellentags anzeigen lassen kann. Außerdem sehr praktisch ist die Funktion der Fenstergröße. Die Toolbar minimiert bzw. maximiert mein Browserfenster um verschiedene Bildschirmauflösungen zu simulieren. z.B. 1024×768 oder 800×600. So kann ich testen ob mein Design auch für andere Bildschirmgrößen geeignet ist. Außerdem kann ich meine Website per Klick direkt mit dem Validierungstool von W3C testen lassen.
Die dritte Toolbar, die ich seit heute teste ist die Facebooktoolbar. Ich glaube diese Toolbar birgt das größte Risiko, eure Produktivität dem Erdboden gleich zu machen. Man sollte es sich also lieber zwei Mal überlegen ob man sie einbindet. Ich habe es dennoch inzwischen getan.
Normalerweise werde ich über neue Facebookbenachrichtigungen via Email informiert. Allerdigns stelle ich Mail auch gerne ab, wenn ich eben nicht prokrastinieren möchte. Deswegen möchte ich jetzt Mal diese Toolbar testen. Obwohl ich schon ein etwas ungutes Gefühl dabei habe.
“Weißt du eigentlich wie es sich anfühlt…” – Oh! Jetzt hätte ich diesen Blogpost fast mit einem Vergleich begonnen, der nicht der allgemeinen Auffassung von political correctness entspricht. Nun gut, ich fange noch einmal an.
Meine Damen, meine Herren darf ich Ihnen vorstellen: Die Todesmap! Ja genau, richtig gehört. Dieses “Ding” hat mich seit Freitag 17:00 Uhr um den Verstand gebracht. Ich hoffe es hat sich gelohnt.

Und weil ich so selbstinszenierungsgeil bin, habe ich hier einige Collagen gebastelt, wie sich die Todesmap seit Freitag Abend nach und nach entwickelt hat. Ich habe außerdem überlegt, den Werdegang der Todesmap als Daumenkino anzufertigen, damit ich es zukünftig jedem unter die Nase reiben kann. Aber diesen Gedanken habe ich dann schnell wieder verworfen, weil ich leider nicht so gut basteln kann…

Wordpress ist eine sehr starke Plattform, die dank ihrer Einfachheit und Flexibilität enorme Verbreitung in der Bloggosphäre gefunden hat. Wer Wordpress Templates schreiben kann, hält ein sehr mächtiges Werkzeug in den Händen. Die Möglichkeiten von viralem Marketing mit Wordpress Themes und auch die der Monetarisierung dieser Templates sind grenzenlos.
Eben das gilt auch für die Wordpress Plugins. Man kann sie monetarisieren, für virales Marketing benutzen, die Usability des eigenen Blogs oder des Blogs seines Kunden verbessern und auch seine Reputation in der Wordpress Community pimpen. Wenn man sein Plugin zum Beispiel unter die Creative Commons Lizenz stellt und mit der Auflage, einen Link zu setzen, weiter gibt kann man so zusätzlich noch SEO betreiben (gilt natürlich auch für Themes). Außerdem sind Plugins eine super Ergänzung für ausgefallene Projekte, Marketingideen, Affiliatezeugs usw.
All das sind verdammt gute Gründe sich mit den Wordpress Plugins auseinander zusetzen.